Bessere Luft durch weniger Autos? Genau darum geht's!
Auf dieser Seite siehst du aktuelle Daten zur Luftqualität in Berlin – von Stickoxiden bis Feinstaub.
Und wir zeigen, wie Busse und Bahnen dazu beitragen, die Emissionen zu senken. Die Verkehrswende
ist kein Wunschtraum, sondern messbare Realität. Atme durch – und erfahre, wie Berlins Luft wieder
klarer wird.
Seit 2008 existiert die Umweltzone
Seit 2008 darf innerhalb des Berliner S-Bahn Ringes nur noch mit grüner Schadstoffplakette gefahren werden. Diese Website befasst sich mit den Entwicklungen der Luftqualität und welche Handlungsspielräume die Mobilitätswende für Anwohner und Pendler bietet.
Jahr
Schadstoff
Luftverschmutzung in Berlin
Legende
Emission durch Verkehr
Die Graphen zeigen die Schadstoffe, die primär durch Autos in die Luft gelangen. Was genau der jeweilige Stoff für eine Bedeutung hat, steht auf der Rückseite des Graphen.Stickstoff / NO2
Stickstoff / NO2
Stickstoffdioxid entsteht primär in Dieselmotoren. Trotz technischer Fortschritte blieb das Niveau durch den Diesel-Trend und mangelhafte Abgasreinigung im Realbetrieb lange Zeit kritisch hoch.
Benzol
Benzol
Der radikale Rückgang seit den 90ern resultiert aus strengeren Kraftstoffnormen und dem Drei-Wege-Katalysator. Heute ist Benzol dank optimierter Benzinzusammensetzung im Berliner Straßenbild kaum noch messbar.
Feinstaub / PM10
Feinstaub / PM10
PM10 bezeichnet Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 10μm. Bis 200 sank PM10 massiv durch zunehmende Vorschriften von Partikelfiltern. Heute entsteht PM10 weniger durch Abgase als durch Reifen- und Bremsabrieb.
Wir können das noch besser!
Die Alternativen
Öffentliche Verkehrsmittel, E-Autos und Fahrräder
In Berlin gibt es...
347 S- & U-Bahnhöfe
> 200 Buslinien
16 S-Bahn und 9 U-Bahn Linien
> 7500 E-ladepunkte
22 Tramlinien
2.376 km Fahrradwege
Berlin bietet eins der dichtesten Nahverkehrsnetze Europas, das eine echte Alternative zum Auto bietet. Insbesondere während den Hauptverkehrszeiten ist es oft zeitsparender, auf das Auto zu verzichten. Dieser Verzicht dient auch der Erfüllung der Umweltziele Berlins. Jede Fahrt mit Bus und Bahn, E-Auto oder Fahrrad verbessert die Klimabilanz Berlins und reduziert die Feinstaub, Stickstoff und CO2 Werte der Stadt. Ein verlässlicher ÖPNV und der Ausbau von über 2.500 km Radwegen sind die Grundvoraussetzung, um die Berliner Luft nachhaltig aufatmen zu lassen.
Der Berliner Verkehrsverbund und P+R Parkplätze
Insbesondere der tägliche Pendlerverkehr ist maßgeblich für Berlins Luftproblem. Um den Umstieg auf die Schiene zu erleichtern, konzentriert sich das Park-and-Ride-System (P+R) vor allem auf strategische Knotenpunkte entlang des S-Bahn-Rings und der Außenäste. Diese Parkplätze ermöglichen es Pendlern, ihr Auto bereits am Stadtrand stehen zu lassen und die verbleibende Strecke staufrei und umweltschonend und effizient mit dem ÖPNV zurückzulegen.
Blick auf die Zukunft
Berlin hat in den letzten Jahrzehnten bewiesen, dass ein struktureller Wandel möglich ist.
Strengere
Kraftstoffnormen und der Ausbau des ÖPNV-Netzes haben die Luftqualität bereits spürbar
verbessert.
Doch die Bilanz der Umweltzone zeigt auch, dass punktuelle Verbote allein nicht ausreichen, um
die
Belastungsgrenzen dauerhaft zu unterschreiten.
Für eine echte Verkehrswende muss Berlin in Zukunft den Mut aufbringen, den öffentlichen Raum
radikal neu zu verteilen und die Abhängigkeit vom privaten PKW weiter zu senken.
Lückenlose Radwege, eine vollständige Elektrifizierung der Busflotten und eine
Schieneninfrastruktur, die auch im Umland zur echten Zeitersparnis wird.
Erst wenn die Alternative zum Auto die bequemere Wahl ist, wird saubere Luft in Berlin vom
mühsam
erkämpften Messwert zum dauerhaften Lebensstandard.